Corona versus Kultur: Hilfe für Künstlerinnen und Künstler

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23.03.2020

Corona versus Kultur

Petitionen und Nothilfe-Aktionen wollen unterstützen

Corona versus Kultur: Hilfe für Künstlerinnen und Künstler

Um die weiterhin rasante Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sind eine Vielzahl notwendiger Maßnahmen getroffen worden. Das Kulturleben ist in den vergangenen Tagen mehr oder minder zum Erliegen gekommen – auch wenn es bereits viele spannende Ideen gibt, Kunst und Kultur nun digital durch Streams, Podcasts oder Workshops weiterhin erlebbar zu machen. Sei es von Museen, Theatern, Clubs oder auch einzelnen Musikerinnen und Musikern.

Dennoch geraten viele freischaffende Künstlerinnen und Künstler, Ensembles und private Institutionen in eine Schieflage, denn innerhalb kürzester Zeit sind Aufträge und Einnahmen weggebrochen und damit sind diese Kulturschaffenden existentiell bedroht.

Der Deutsche Kulturrat und die Kultusminister der Länder haben daher in der letzten Woche einen Nothilfefonds von Bund und Ländern für den Kultur- und Medienbereich gefordert. Diese Forderung wurde nach den Beratungen in den politischen Gremien an diesem Wochenende nicht erfüllt (Newsletter Corona versus Kultur, Deutscher Kulturrat 23.03.2020).

In diesen Tagen nun haben Bund und Länder ein bisher nie dagewesenes Sofortprogramm mit Hilfsmaßnahmen beschlossen, die auch für Kunst- und Kulturschaffende angeboten werden. Diese Unterstützungsangebote finden sich z.B. für Baden-Württemberg auf der Website des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Deutlich wird dadurch aber auch, dass die Kulturbranche selbst sich weiter für die Unterstützung der Kulturschaffenden einsetzen muss. Hier gibt es unterschiedliche Aktionen, wie Spendenkampagnen von Stiftungen, Musikmagazinen oder auch privaten Vereinen.

Auf eine Aktion möchten wir an dieser Stelle gesondert hinweisen, und zwar die Petition Hilfen für Freiberufler und Künstler während des "#Corona-Shutdowns", die der Sänger David Erler initiiert hat und die sich an Finanzminister Olaf Scholz richtet. Mehr über den Hintergrund dieser Petition erfahren Sie in einem Interview des Deutschlandfunks Kultur mit David Erler.

Zur Petition geht es hier.

„Es hilft ja nichts, den Kopf in den Sand zu stecken und nur noch schwarz zu sehen.“ Er hoffe nur, so Erler weiter, dass es nach der Krise „noch genug Künstler gibt, damit die Kulturszene wieder aufleben kann“. (Zitat Erler aus dem Interview)

Foto: Sumanley xulx/Pixabay