Buch-Tipp: Daniel Hope

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09.09.2010

Buch-Tipp: Daniel Hope

Buch-Tipp: Daniel Hope

Buch-Tipp: Daniel Hope: Wann darf ich klatschen?

Kann es sein, dass der klassische Konzertbetrieb selbst die Schwellenangst produziert, die viele abhält, jene Musik live erleben zu wollen, der sie zu Hause vor der Stereoanlage lustvoll lauschen? Der südafrikanisch-britische Stargeiger Daniel Hope ist davon überzeugt. Sein zusammen mit Wolfgang Knauer verfasster Klassikratgeber erklärt wirklich (fast) alles, was man sich als halbwegs gebildeter Mensch bis dahin eigentlich nicht zu fragen getraut hätte.

Zum Beispiel: Weshalb werden die Instrumente nach dem Oboen-Ton gestimmt? Wieso gibt der Dirigent zu Beginn nur dem Konzertmeister die Hand? Muss es der Frack als Dienstkleidung der männlichen Orchestermitglieder sein? Wo ist der beste Platz im Saal? Ist es ein Drama, wenn der Geigerin eine Saite reißt? Wird man schief angeschaut, wenn man in Räuberzivil statt im Sonntagsfrack ins Konzert geht? Und überhaupt: Muss man Musik verstehen, um sie genießen zu können?

Hope will die sich oft so altmodisch, steif und auf Etikettenwahrung bedachte Klassikwelt entstauben und mit neuem Esprit auffrischen, um vor allem junge Menschen anzuziehen. Weil er der Ansicht ist, dass diese Musik für Menschen jeden Alters mitreißend und inspirierend ist: „Ich muss gestehen – ich liebe Konzerte. Es gibt nichts Aufregenderes und Spannenderes. Beethoven, Mendelssohn, Brahms live zu hören. Das ist das Größte, nichts sonst setzt in einem einzigen Moment so viel Adrenalin und Glückshormone frei.“

Daniel Hope ist am Mi 24.11. zu Gast im Burghof. Alle Informationen zum Konzertabend sowie Tickets finden Sie hier